Berufsverband der Frauenärzte e.V.

Kontakt | Presse | Login

| Fachliche Meldung | Pressemitteilung |

Fortbildungskongress für Frauenärzte aufgrund der Entwicklung zum „Corona-Virus“ auf 2021 verschoben

Der Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF) und die Frauenärztliche BundesAkademie (FBA) sagen ihren jährlichen Fortbildungskongress FOKO, der vom 12. bis 14. März in Düsseldorf stattfinden sollte, ab. Der FOKO wird jährlich von ca. 1000 FrauenärztInnen aus der ganzen Bundesrepublik und teilweise aus dem Ausland besucht.

Die Entscheidung wurde nach sorgfältiger Prüfung und Abwägung sämtlicher Risiken und in Anbetracht der aktuellen Entwicklungen bei der Verbreitung des SARS-CoV-2-Virus („Corona-Virus“) getroffen. Dabei wurden die vom Robert-Koch-Institut (RKI) vorgegebenen Kriterien zur Risikoeinschätzung und Handlungsempfehlungen für Großveranstaltungen vom 28.02.2020 zugrunde gelegt, die eindeutig gegen die Durchführung der Veranstaltung sprechen.

Dazu kommentiert Kongresspräsident Dr. med. Christian Albring: „Unsere Sorge gilt der Gesundheit und Sicherheit der ungefähr 1.000 Frauenärztinnen und Frauenärzte aus Klinik und Praxis, die jährlich an dem FOKO teilnehmen, sie gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Kongressorganisation und in der Industrieausstellung.
Als Frauenärzte tragen wir eine besondere Verantwortung, vor allem gegenüber den Schwangeren und den krebskranken Patientinnen in unseren Praxen, die von einem Virusbefall ihrer FrauenärztInnen betroffen sein könnten, aber ebenso dann, wenn bei einem einzelnen Kongressteilnehmer eine Infektion festgestellt würde und alle anderen Teilnehmer daraufhin für 14 Tage unter Quarantäne gestellt werden müssten. Eine solche 14-tägige Quarantäne einer großen Zahl von frauenärztlichen Praxen würde die Sicherstellung der Versorgung angesichts der großen Teilnehmerzahl gefährden.“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält es „es für richtig […], dass Veranstaltungen für Ärzte und Pflegekräfte abgesagt werden, um die Gefahr für das Gesundheitswesen zu minimieren.“ (Interview im ZDF, heute Journal am 2.3.2020, 21.45 Uhr).

Dem BVF und der FBA ist bewusst, welche Tragweite diese kurzfristige Entscheidung für alle Beteiligten besitzt. Um einer weiteren Verbreitung des SARS-CoV-2-Virus und einer Gefährdung von Schwangeren und Patientinnen entgegenzuwirken und Einschränkungen für die frauenärztliche Versorgung in Klinik und Praxis zu vermeiden, wurde diese Entscheidung nach reiflicher Abwägung und wirklich schweren Herzens getroffen.

Der Fortbildungskongress FOKO wird nicht auf einen späteren Zeitpunkt im Jahr 2020 verschoben, sondern auf den 03. bis 06. März 2021.