GKV-BStabG | Fachliche Meldung |

Bewertung der Vorschläge der FinanzKommission Gesundheit - BVF zeichnet Brief an Bundesärztekammerpräsident Reinhardt mit

Als Reaktion auf die Bewertung der Vorschläge der FinanzKommission Gesundheit des Bundesärztkammerpräsident Reinhardt im ZDF-Morgenmagazin hat der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte e.V. einen Brief der grundversorgenden Fachärzte mitgezeichnet.

©schankz– istockphoto.com

Sehr geehrter Herr Dr. Reinhardt,

mit Erschütterung und Unverständnis haben wir Ihne Bewertung der Vorschläge der Finanzkommission Gesundheit (FKG) im Morgenmagazin des ZDF zur Kenntnis genommen. Aus Sicht der hier unterzeichnenden Berufsverbände der grundversorgenden Fachärzte sind die Vorschläge alles andere als „ausgewogen“. Bei allem Verständnis für die Relevanz einer intakten Verständigung mit dem Bundesgesundheitsministerium erscheint uns diese öffentliche Einschätzung als Vertretung der Ärzteschaft insgesamt deplatziert.

Betrachtet man allein die von der FKG prognostizierten Einsparpotentiale können wir weder eine Ausgewogenheit zwischen Kassenseite und Leistungsbringern noch zwischen den ärztlichen Versorgungssektoren erkennen und erst recht keine Ausgewogenheit zwischen den ambulanten Versorgungsbereichen. Bei den Kürzungen im ambulanten Bereich handelt es sich vielmehr um eine einseitige Belastung der Fachärzte, die nebenbei im Gegenzug zu den hausärztlichen Kolleginnen und Kollegen eben nicht entbudgetiert arbeiten müssen. Bitte finden Sie in der beigefügten Anlage unsere gemeinsame Pressemeldung, die nun mit Blick auf den vorgelegten Referentenentwurf des BStabG an Brisanz noch zugenommen hat. Das Leistungsangebot, die Leistungsfähigkeit und vor allem die Leistungsbereitschaft für die GKV-Versorgung können so sicher nicht aufrecht gehalten werden und individuelle Reaktionen nach sich ziehen.

Mit Blick auf die anstehenden Beratungen beim deutschen Ärztetag in Hannover in vier Wochen, würden wir es begrüßen, wenn sich die Bundesärztekammer und Sie persönlich schützend und respektierend vor die Kolleginnen und Kollegen stellen, die nicht nur als praktizierende Ärzte, sondern insbesondere auch als Unternehmer, Arbeitgeber und am Ende selbst als Patienten von den einseitigen Sparmaßnahmen der Regierung betroffen sein werden.

Mit kollegialen Grüßen

Berufsverband Deutsche Neurochirurgie e.V. (BDNC)
Berufsverband niedergelassener Chirurgen e.V. (BNC)
Berufsverband der Augenärztinnen und Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA)
Berufsverband der Deutschen Dermatologen e.V. (BVDD)
Berufsverband der Deutschen Urologie e.V. (BvDU)
Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte e.V. (BVF)
Deutscher Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V. (BVHNO)
Berufsverbandes für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (BVOU)

Denn vollständigen Brief finden Sie hier.

© Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte e.V.

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