Das ist aus unserer Sicht nicht hinnehmbar. Und es ist der Punkt, an dem wir als Berufsverband und als Fachgruppe sichtbar widersprechen müssen.
- Schwangerenvorsorge lässt sich nicht limitieren.
- Krebsfrüherkennung darf nicht unter einen Kostendeckel geraten.
- Impfprävention ist kein beliebig verschiebbarer Ausgabenposten.
Der BVF wird diesen Gesetzentwurf nicht still begleiten. Wir erhöhen den politischen Druck: sichtbar, fachlich fundiert und gemeinsam mit Ihnen. Nach unserer Pressearbeit, der politischen Kommunikation, den bisherigen Aktionen auf Landesebene und der Vorbereitung weiterer öffentlicher Maßnahmen ist jetzt ein besonders wichtiger nächster Schritt erreicht:
Schreiben Sie Ihre Wahlkreisabgeordneten direkt an!
Wir halten es in dieser ersten Phase für entscheidend, dass Ärztinnen und Ärzte selbst gegenüber der Politik sichtbar werden. Nicht nur Verbände, nicht nur Stellungnahmen, sondern Sie als die Kolleginnen und Kollegen aus den Praxen müssen Ihren Abgeordneten vor Ort deutlich machen, was dieses Gesetz für die Versorgung konkret bedeutet. Nicht abstrakt, sondern auch für die Abgeordneten und ihre Familienangehörigen selbst und zwar im Sinne von Terminverfügbarkeiten und gedeckelten Leistungen.
Dafür stellen wir Ihnen ab sofort ein niedrigschwelliges Online-Tool zur Verfügung, mit dem Sie Ihre Wahlkreisabgeordneten des Bundestages in wenigen Schritten direkt anschreiben können.
So funktioniert es:
- Sie geben Ihren (Titel), Namen und Ihre Postleitzahl ein
- Das Tool ermittelt automatisch die für Ihren Wahlkreis relevanten Bundestagsabgeordneten
- Sie können alle ausgewählten Abgeordneten anschreiben oder einzelne Vertreterinnen und Vertreter abwählen
- Ein vorbereiteter Mailtext wird automatisch eingefügt
- Diesen Text können Sie vor dem Versand selbstverständlich individuell anpassen
Gerade diese persönliche Anpassung ist ausdrücklich erwünscht. Ergänzen Sie gern eigene Erfahrungen aus Ihrer Praxis oder konkretisieren Sie den Besuchsvorschlag am Ende der Mail. Wo es zutrifft, kann dort zum Beispiel ergänzt werden: „… insbesondere in den mittlerweile zunehmend frauenärztlich unterversorgten Regionen.“
Jede Mail zählt!
Wir brauchen jetzt eine breite, sichtbare und entschlossene Rückmeldung aus der frauenärztlichen ambulanten Versorgung. Die Politik muss vor der weiteren parlamentarischen Beratung verstehen: Wer Schwangerenvorsorge, Krebsfrüherkennung und Impfprävention deckelt, nimmt sehenden Auges Einschränkungen in der Versorgung von Frauen und Familien in Kauf.
Bitte nutzen Sie das Tool und wenden Sie sich direkt an Ihre Wahlkreisabgeordneten. Jede Mail aus einer Praxis macht sichtbar, dass hinter den geplanten Regelungen keine abstrakten Vergütungsfragen stehen, sondern konkrete Folgen für die Versorgung von Patientinnen. Je mehr Kolleginnen und Kollegen sich beteiligen, desto unüberhörbarer wird unser Signal an die Politik: Die ambulante Frauengesundheit lässt sich nicht geräuschlos unter Finanzvorbehalt stellen.
Zum MdB-Schreibtool: https://www.bvf.de/mailaktion-bundestagsabgeordnete/
Lassen Sie uns gemeinsam für den Erhalt unserer frauenärztlichen Strukturen und für unsere Patientinnen aktiv werden.
