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Gemeinsam sichtbar werden: BVF unterstützt Protestmaßnahmen zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte e.V. (BVF) lehnt den Kabinettsentwurf zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz in aller Entschiedenheit ab.

Der BVF unterstützt deshalb die geplante konzertierte Aktion der KBV vollumfänglich und ruft Sie, als Mitglieder, dringend dazu auf, die Proteste im Umfeld der Vertreterversammlung der KBV und der Eröffnung des 130. Deutschen Ärztetages sichtbar zu unterstützen, denn es geht um unsere Existenz und die Gesundheit unserer Patientinnen. Darüber informieren wir Sie in diesem Newsletter.

Der Kabinettsentwurf trifft die ambulante Versorgung und den Kern unserer frauenärztlichen Tätigkeit: Prävention, Früherkennung, Schwangerenvorsorge und die zeitnahe Versorgung akuter gynäkologischer Beschwerden.

Die KBV macht in ihrer Stellungnahme deutlich: Der Kabinettsentwurf setzt die Einsparungen ausgerechnet dort an, wo Versorgung stattfindet. Damit drohen weniger Leistungsvolumen, längere Wartezeiten und eine Schwächung von Vorsorge und Prävention. Für die Frauenheilkunde ist das ein klares Warnsignal: Wer ambulante Strukturen finanziell einengt, gefährdet am Ende genau die Versorgung, die politisch immer wieder eingefordert wird. Praxisinhaber werden mit deutlichen Sparmaßnahmen, z.B. durch Reduzierung von Öffnungszeiten und/oder Personal, reagieren müssen.

Auch die geplante Streichung der TSVG-Regelungen trifft die Frauengesundheit unmittelbar. Werden Terminvermittlung, offene Sprechstunden und extrabudgetäre Vergütung geschwächt, werden dringend notwendige Termine knapper.

Es geht nicht um Symbolpolitik. Es geht um die Zukunft einer leistungsfähigen, wohnortnahen und fachärztlich getragenen ambulanten Versorgung.

Jetzt ist der Moment, Präsenz zu zeigen

Im Umfeld der Vertreterversammlung der KBV und der Eröffnung des Deutschen Ärztetages besteht die Möglichkeit, die Anliegen der ambulanten Versorgung sichtbar und gemeinsam in den gesundheitspolitischen Diskurs einzubringen.

Vertreterversammlung der KBV
Montag, 11. Mai 2026, 10.00 Uhr
Designhotel + CongressCentrum Wienecke XI
Hildesheimer Straße 380
30519 Hannover

Eine Teilnahme an der Vertreterversammlung ist nach vorheriger Anmeldung möglich. Bitte melden Sie sich hierfür unter gimo@noSpam.kbv.de an.

Eröffnung des 130. Deutschen Ärztetages
Dienstag, 12. Mai 2026, 10.00 bis 12.00 Uhr
Kuppelsaal im Hannover Congress Centrum
Theodor-Heuss-Platz 1 bis 3
30175 Hannover

Für die Eröffnungsveranstaltung ist eine Anmeldung über die Bundesärztekammer erforderlich.

Hinweis zur Teilnahme

Der BVF unterstützt die Protestmaßnahmen ausdrücklich. Eine Teilnahme vor Ort erfolgt freiwillig und eigenverantwortlich.

Es geht darum, die eigenen berufspolitischen Interessen als Frauenärztinnen und Frauenärzte in der ambulanten Versorgung sichtbar zu vertreten.

Materialien für die Protestaktion

Als Anlage erhalten Sie Plakatentwürfe, die im Rahmen der Protestaktion genutzt werden können. Die Plakate greifen die zentralen Botschaften der Proteste klar und sichtbar auf.

Unser ausdrücklicher Dank gilt Dr. med. Florian Elgeti, Röntgenpraxis am Marstall, Hannover, der die Plakate produziert und zur Nutzung freigegeben hat.

Unser gemeinsames Signal muss deutlich sein

Wir wissen, dass Ihre Praxen voll sind. Wir wissen, dass jede zusätzliche berufspolitische Aktivität Zeit kostet, die im Alltag kaum vorhanden ist. Dennoch ist es wichtig, dass wir jetzt geschlossen und sichtbar auftreten. Die ambulante fachärztliche Versorgung darf nicht weiter geschwächt werden.

Bitte unterstützen Sie die Protestmaßnahmen und prüfen Sie, ob Sie vor Ort in Hannover Präsenz zeigen können. Geben Sie diese Information gerne auch in Ihren regionalen Strukturen, Qualitätszirkeln und kollegialen Netzwerken weiter, da nicht alle Mitglieder bvf@ktuell abonniert haben.

Mit herzlichen kollegialen Grüßen

Ihr Markus Haist

© Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte e.V.

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