Frau Dr. Marianne Röbl-Mathieu, Bezirksvorsitzende München des BVF und Stellvertretende Vorsitzende der STIKO, machte im Panel deutlich, welche Bedeutung die frauenärztliche Versorgung für die Impfaufklärung hat. Insbesondere die M1 – Mädchensprechstunde kann als niedrigschwelliger und regelhafter Vorsorgeanlass eine wichtige Rolle spielen, um Mädchen frühzeitig zu begleiten, Vertrauen aufzubauen und Fragen zur HPV-Impfung in einem geschützten ärztlichen Rahmen zu besprechen.
Gerade bei Impfentscheidungen kommt dem persönlichen ärztlichen Gespräch eine zentrale Bedeutung zu. Evidenzbasierte Informationen sind eine wichtige Grundlage, reichen allein jedoch häufig nicht aus, um Unsicherheiten abzubauen. Entscheidend ist auch der direkte Kontakt zu Ärztinnen und Ärzten, die Fragen individuell einordnen, Sorgen ernst nehmen und Mädchen (sowie ihre Familien) bei einer informierten Entscheidung unterstützen können.
Im Panel wurde zudem herausgestellt, dass höhere HPV-Impfquoten nicht nur einen individuellen medizinischen Nutzen haben, sondern auch langfristig zur Entlastung des Gesundheitssystems beitragen können. Prävention ist damit nicht nur ein zentraler Bestandteil des individuellen Gesundheitsschutzes, sondern auch ein wichtiger Baustein einer vorausschauenden und nachhaltigen Gesundheitsversorgung.
Die kontinuierliche ärztliche Aufklärung ist ein wesentliches Element, um die HPV-Impfung stärker im Versorgungsalltag zu verankern. Regelhafte Vorsorgekontakte wie die M1 – Mädchensprechstunde bieten hierfür eine wichtige Gelegenheit: Sie ermöglichen persönliche Beratung, fördern Vertrauen und können dazu beitragen, Impfangebote rechtzeitig und verständlich zu vermitteln.
Das Panel der YES!CON 2026 ist in ganzer Länge über YouTube abrufbar und beginnt ab Stunde 3:33.
https://www.youtube.com/live/8l4yKgwtjc0?si=9y7RZhnvDKEpZ3v
