Dieser Erfolg wäre ohne das außergewöhnliche Engagement der Frauenärztinnen und Frauenärzte und ihrer Praxisteams in ganz Deutschland nicht möglich gewesen. Der BVF möchte deshalb vor allem eines sagen: Danke!
Danke an alle, die neben einem ohnehin hoch belasteten Praxisalltag unzählige Gespräche geführt, besorgten Patientinnen die Hintergründe der geplanten Sparmaßnahmen erklärt, Informationsmaterialien verteilt, Social Media Posts geteilt, Unterschriften gesammelt und sich mit großem persönlichen Einsatz für die Zukunft der frauenärztlichen Versorgung starkgemacht haben.
Wie vielfältig und beeindruckend dieses Engagement war, zeigen zahlreiche Beispiele aus ganz Deutschland.
In Freiburg engagierten sich Dr. Anna Bodemer und ihre Kolleginnen an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden in der Fußgängerzone, um mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen, über die möglichen Auswirkungen der GKV-Reform aufzuklären und Unterschriften zu sammeln.
Auch in den letzten beiden Wochen der Mitzeichnungsfrist erreichten den BVF zahlreiche Rückmeldungen von Praxen, die ihre gesammelten Unterschriften direkt an den Petitionsausschuss übermittelt hatten. Stellvertretend für viele weitere seien hier Dr. Marion Lauer aus Ingelfingen mit 674 Unterschriften, die Frauenarztpraxis Klar & Sextro aus Norderstedt mit 911 Unterschriften, die Frauenarztpraxis Schäfer und Tschöke aus Mechernich sowie die Praxis Dr. Felix Frommeyer aus Osnabrück mit 987 Unterschriften genannt.
Diese Beispiele stehen stellvertretend für das Engagement unzähliger Praxen in ganz Deutschland. Unser ausdrücklicher Dank gilt allen, die sich beteiligt haben, unabhängig davon, wie viele Unterschriften sie sammeln konnten. Jede einzelne Aktion, jedes Gespräch und jede Unterschrift haben dazu beigetragen, die Bedeutung einer verlässlichen frauenärztlichen Versorgung sichtbar zu machen.
Das Quorum ist erreicht. Jetzt geht es politisch weiter.
Mit 140.617 Online-Mitzeichnungen wurde das erforderliche Quorum von 30.000 Unterstützungen für eine öffentliche Anhörung im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages weit übertroffen. Damit ist eine wichtige Voraussetzung dafür erfüllt, dass die Anliegen der Petition im Rahmen des parlamentarischen Verfahrens öffentlich vorgetragen und erörtert werden können.
Für den BVF ist dies ein wichtiger Etappenerfolg, aber kein Schlusspunkt. Denn die Sorgen um die Zukunft der ambulanten frauenärztlichen Versorgung bleiben bestehen. Es geht weiterhin um wohnortnahe Versorgung, verlässliche Vorsorge, Schwangerschaftsbetreuung und den Zugang zu kurzfristigen Terminen.
140.617 Online-Mitzeichnungen sind ein überwältigendes Zeichen der Unterstützung und zugleich ein klarer Auftrag, nicht nachzulassen.
Der BVF wird nicht müde werden, sich für die Interessen der Frauenärztinnen und Frauenärzte, ihrer Praxisteams und vor allem für eine verlässliche Versorgung der Patientinnen einzusetzen. Wir werden die Anliegen der Petition mit Nachdruck in das weitere politische Verfahren einbringen und die Entwicklungen aufmerksam begleiten.
An alle Frauenärztinnen, Frauenärzte und Praxisteams, die sich mit so viel Zeit, Kraft und Überzeugung engagiert haben: Herzlichen Dank! Dieser Erfolg ist auch Ihr Erfolg. Gemeinsam machen wir weiter.
