Gestartet war der GynTag mit einem gut besuchten Kursprogramm am Freitag, das von Sonografie über IUP-Einlage bis hin zu praktischen Übungen am Mikroskop vielfältige Möglichkeiten der fachlichen Kompetenzerweiterung bot.
Der Samstag startete mit einer Early-Bird-Session zu Pränatalfällen und war trotz der frühen Stunde schon sehr gut besucht und der Saal zu dreiviertel gefüllt.
Aktuelle Beiträge zum Thema KI haben dieses aus verschiedenen Richtungen beleuchtet und dabei sowohl die rechtlichen Aspekte für die Praxis erläutert, aber auch den Einfluss von KI, Social Media und DIGAs in der Therapie auf die digitale Patientenkommunikation herausgestellt.
Besonders im Fokus stand in diesem Jahr die berufspolitische Sprechstunde. Am Nachmittag griffen die Kongressleiter Dr. med. Rüdiger Gaase und Dr. med. Klaus Doubek aktuelle gesundheitspolitische und berufspolitische Themen auf, ordneten Entwicklungen ein und diskutierten diese gemeinsam mit den Teilnehmenden. Der intensive Austausch stieß auf große Resonanz. Im abschließenden Fazit wurde sogar der Wunsch nach noch mehr Raum für berufspolitische Themen im Programm geäußert.
Beiträge zu HPV-Erkrankungen, der frühen Menopause und Endometriose sowie ein Beitrag zum „Vierten Trimenon“ durch den FIGO-Präsidenten Prof. Frank Louwen rundeten das Programm ab und sorgten für breitgefächerte fachliche Information aus allen Bereichen der gynäkologischen Tätigkeitsgebiete.
Die besondere Verbindung zwischen Praxis und Klinik wurde durch die Leitlinien-Sitzung hervorgehoben, in der das Team der Uniklinik Mainz rund um Frau Prof. Annette Hasenburg einen breiten Überblick über den aktuellen Stand zum Thema präsentierte und für eine enge Verzahnung der Fachgruppen warb.
In familiärer Atmosphäre bot die LÄK einen tollen Rahmen für kollegialen Austausch und die Möglichkeit, sich, während der Pausen in der ausgebuchten Fachausstellung und bei zwei Symposien zusätzlich über aktuelle Entwicklungen aus der Industrie zu informieren.
Das hohe Engagement der Teilnehmenden sorgte dafür, dass dieser GynTag ein voller Erfolg war und der Vortragssaal bis zum Ende des Programms bis zum letzten Platz gefüllt war.
Ein Tag mit intensiven Diskussionen und persönlichem Austausch, fachlichen Beiträgen und berufspolitischen Inhalten, der wieder einmal gezeigt hat, wie wichtig solche Veranstaltungen für das Fach sind.
