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13. Duisburger Gynäkologentag: intersektoral gedacht, klar strukturiert, fachlich auf den Punkt

Am 31. Januar 2026 fand im Kongresszentrum Wedau an der Schauinsland-Reisen-Arena in Duisburg der 13. Duisburger Gynäkologentag statt. 151 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Fortbildung vor Ort für ein Update in zentralen Themenfeldern und für den intensiven kollegialen Austausch.

© Thomas Gehl

Unter der wissenschaftlichen Leitung von Thomas Gehl wurde ein Programm umgesetzt, das aus drei klaren Themenblöcken bestand: Gynäkologie, Geburtshilfe und Senologie. Inhaltlich reichte der Bogen von aktuellen Standards in der gynäkologischen Onkologie über pränatal relevante Fragestellungen bis zu praxisnahen Aspekten der senologischen Versorgung. 

Besonderheit des Formats: gemeinsam geplant, Versorgung zusammen gedacht

Der Duisburger Gynäkologentag lebt von seiner besonderen Planungskultur. Zwar gibt es eine Kongressleitung, zugleich wird das Programm gemeinsam mit den leitenden Kolleginnen und Kollegen der örtlichen Kliniken entwickelt. Genau diese enge Abstimmung bringt die intersektorale Perspektive konsequent in den Mittelpunkt. Viele Inhalte wurden ausdrücklich mit Blick auf Übergänge, Schnittstellen und gemeinsame Versorgungsrealität zwischen Klinik und Praxis diskutiert.

Drei Themenblöcke mit hoher Praxisrelevanz

Im Block Gynäkologie standen unter anderem Therapiestandards beim Endometriumkarzinom, vulväre Dysplasie (VIN) sowie Deeskalationsstrategien beim Zervixkarzinom im Fokus. Ergänzend wurde das ambulante Operieren differenziert eingeordnet, mit klarer Orientierung, was im Alltag sinnvoll und sicher umsetzbar ist. 

Der Block Geburtshilfe bot ein breites Spektrum. Thematisiert wurden gastrointestinale Fehlbildungen beim Feten sowie Frühgeburtlichkeit als Aufgabe, die nur interdisziplinär und sektorenübergreifend gut zu bewältigen ist. Ein weiterer wichtiger Impuls war die Einordnung rund um Verordnungen und Kostenfragen, verbunden mit konkreter Sicherheit für den Beratungsalltag. 

Im Block Senologie ging es um operative und konservative Aspekte der Versorgung. Diskutiert wurden Implantatrekonstruktion nach Mammakarzinom, digitale Nachsorge und Lebensstilmanagement als Chance für die Praxis sowie die zunehmende Bedeutung hereditärer Tumorsyndrome. Der Beitrag zur familiären Belastung bei Brust- und Eierstockkrebs setzte hier einen besonders aktuellen Akzent. 

Atmosphäre, Austausch und Industrieausstellung

Neben den Vorträgen prägten die Gespräche in den Pausen und in der Industrieausstellung den Tag. Die Stimmung war konzentriert, kollegial und sehr offen. Viele Rückmeldungen zeigten, wie wertvoll dieses Format als jährlicher Treffpunkt für Fortbildung, Netzwerk und gemeinsame Standortbestimmung ist. 

Ein herzlicher Dank gilt Thomas Gehl sowie den an der Programmgestaltung beteiligten leitenden Kolleginnen und Kollegen der Duisburger Kliniken und Kooperationspartnern für die engagierte Zusammenarbeit und die sehr gute Programmstruktur. Ebenso danken wir allen Referierenden sowie den ausstellenden Partnern für die Unterstützung dieser Fortbildung.

 

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